Davon kann man doch nicht leben!

Das hört man häufig, wenn es um Berufung geht.

Manchmal verpackt als gut gemeinter Rat von Freunden, oft aber auch als innere Stimme, die jedes Aufbegehren im Keim erstickt. Als wäre genau das, wofür man geboren ist, nichts wert. Zugegeben, für manche ist ihre „Berufung“ eher eine Flucht aus der Verantwortung ins Hobby als sich ihren wirklichen Aufgaben zu stellen. Dann mag das stimmen. Wenn du dir aber sicher bist, wozu du berufen bist, gehe es an. Überprüfe deine Einstellung zu Geld und leg los. Wenn du weißt, wofür du lebst, dann kannst du auch davon leben.

 

„Geld ist mir nicht wichtig“

Ein einfacher Satz, der oft nicht ohne Stolz gesagt wird, gerade so, als sei man alleine dadurch ein besonders guter Mensch. Dabei ist genau dieser Satz eine der größten Selbstlügen in Bezug auf Geld. Selbst Menschen, die ihrer Berufung folgen wollen, wählen ihn erschreckend oft, allenfalls gespickt mit einem ‚eigentlich‘. Das klingt wie eine Entschuldigung dafür, Geld verlangen zu müssen, um von der Berufung leben zu können. Wenn sie dies nicht ‚müssten‘, dann wäre Geld schon ganz und gar nicht wichtig.

Gerade, wenn es um Berufung geht, ist Geld wichtig.

Bei dem Thema, das uns in die Wiege gelegt wurde, um die Welt zu bereichern und zu beglücken, ist es wichtig, kraftvoll zu sein. Aus dieser eigenen auch finanziellen Kraft und Fülle kann man auch für andere kraftvoll sein, mit größter Leichtigkeit, Freiheit und Freude. Das ist ganz einfach so. Und das ist auch gut so, denn es gibt keinen guten Grund auf Geld zu verzichten oder Geld in irgendeiner Form abzuwerten. Die Heilung liegt also darin, Geld weder überzubewerten, noch zu verachten, sondern Geld als Ausdruck unserer Werte und gelebten Wertschätzung einzusetzen. Im Geben wie im Nehmen.

Geld ist der Spiegel unserer Beziehung zu uns selbst.

Durch Geld drücken wir aus, wer wir wirklich sind, worauf wir Wert legen und was uns wirklich wichtig ist.

Die Haltung „Geld ist nicht wichtig“ ist luxuriös und wird in der Auswirkung, was dies real bedeutet, völlig unterschätzt. Eine Abwertung von Geld bedingt Abwertung. Es ist dann weniger Geld da. Und nicht nur das. Denn in der eigenen Beziehung zu Geld spiegelt sich die eigene Beziehung zu sich selbst.

Positiv ausgedrückt, liegt hinter dieser Abwertung das noch nicht gelebte, bisher abgewertete Potential. Und das zu bergen ist gerade im Hinblick auf Berufung sehr wertvoll.

 

Geld zeigt den Charakter

Geld ist ein Tauschmittel und erleichtert den Austausch von Waren und Dienstleistungen in jeder Beziehung. Genau dafür wurde Geld erfunden: Um den Austausch in Beziehungen zu erleichtern. Das beginnt mit existentiellen Dingen wie Miete für ein Dach über dem Kopf, Essen, Kleidung und natürlich erlaubt es uns darüber hinaus immer mehr Selbstverwirklichung und Erleichterung. Klar gibt es vielfältige Formen eines schlechten Umgangs mit Geld. Doch diese sind das Resultat einer schlechten Beziehung zu Geld (die durchaus viele Menschen haben).

Geld ist immer nur das, was wir daraus machen.

Geld – als das Stück Papier, das es ist – hat keinen Einfluss auf den Menschen.

Der Mensch beeinflusst, wie er dieses Stück Papier und Tauschmittel Geld einsetzt und welche Wirkung daraus erwächst.

Geld verdirbt keinen Charakter, aber Geld zeigt den Charakter.

Am Geld zeigt sich unsere Selbstehrlichkeit. Denn Geld ist eine der häufigsten und wohl akzeptiertesten Ausreden, entgegen unseren Werte zu handeln. Das sieht dann zum Beispiel so aus: ‚Ich würde mir ja mehr Bio und Produkte mit fairer Bezahlung (oder ähnliches) leisten, aber ich kann es leider nicht…‘ Oder auch: ‚Ich würde ja gerne etwas ganz anderes machen, aber ich kann es mir nicht leisten…‘.

Damit bestätigen wir uns immer wieder unser eigenes ‚Unvermögen‘ – im Innen wie im Außen. Anstatt anzufangen, uns selbst und die eigenen Werte wichtig zu nehmen und danach zu handeln. Dazu gehört auch die eigene Berufung. Die Frage ist also nicht‚ ob wir davon leben können oder nicht, sondern nur noch: WIE?

 

Wie kann ich davon leben?

Eine bescheidene, kraftvolle Frage. Es lohnt sich, sie so umfassend wie möglich zu beantworten. Am besten nimmst Du gleich ein Blatt Papier und einen Stift und schreibst los, ohne darüber nachzudenken. Mindestens 20 Punkte. Diese Vorgehensweise ermöglicht, nach den ersten zumeist rationalen Antworten, intiutiven und verrücktem Ideen..,. die auf den zweiten Blick sehr häufig Sinn machen und durch ihre Ungewöhnlichkeit wirken.

Dieser Beitrag ist nur ein Teil des im Original erschienen Artikels im ersten Maas-Magazin 1/2016 zum Thema Berufung. Das ganze Heft, wie viele weitere themenbezogene Beiträge sind direkt beim Maas-Magazin bestellbar.

Wenn Du Deine Berufung kraftvoll auf finanzielle Beine stellen willst, dann ist Dir der >> Geld-Guide dabei ein wertvoller Begleiter.